Die Halligen sind kleine, nicht eingedeichte Inseln im nordfriesischen Wattenmeer an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins. Die „sichtbare“ Besonderheit einer Hallig besteht darin, dass sie während einer starken Flut mit Ausnahme der Warften, künstlich aufgeschütteten Hügeln, auf denen die Häuser stehen, überspült wird („Landunter“). Wichtiger ist die nicht auf den ersten Blick ersichtliche Tatsache, dass der Halligboden kein Süßwasser speichert, sodass Halligen außer Regenwasser kein natürliches Süßwasser haben. Früher wurde deswegen Regenwasser in Fethingen gesammelt.

Lebensweise auf den Halligen

Da Landwirtschaft auf den Halligen nicht möglich war, arbeiteten fast alle Männer als Seefahrer und Walfänger, während die Frauen Heu machten und sich um das Vieh, auch Sommervieh vom Festland, kümmerten. Bis in die 1940er Jahre herrschte auf Hooge Allmendewirtschaft, während auf anderen Halligen das Land jedes Jahr nach den Winterstürmen neu vermessen und aufgeteilt wurde. Durch Verarbeitung von Schafwolle und Verkauf der Erzeugnisse verdienten die Frauen Geld hinzu.

Heutige Situation

Auf den Halligen leben insgesamt weniger als 400 Menschen. Ihren Erwerb beziehen sie heute hauptsächlich von Tourismus, Küstenschutz und Landwirtschaft. Letztere umfasst vor allem Viehzucht durch Grasen auf den fruchtbaren, häufig überfluteten Salzwiesen im Auftrage von Landwirten, die auf dem Festland wohnen.

Die zehn deutschen Halligen liegen im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Die bewirtschafteten Halligen Nordstrandischmoor, Gröde, Oland, Langeneß und Hooge sind vom Schutzgebiet umgeben, aber nicht in dieses Gebiet integriert. Die kleineren Halligen Habel, Südfall, Süderoog, Norderoog sowie die Hamburger Hallig sind Bestandteil des Nationalparks. Wattwanderungen und Informationsveranstaltungen werden von Fremdenverkehrsämtern und von der Nationalparkverwaltung angeboten.

Wohn- und Wirtschaftsgebäude befinden sich auf meterhohen, künstlich aufgeschütteten Hügeln, den Warften, um vor Sturmfluten geschützt zu sein. Seit der Flut von 1962 haben alle Häuser einen sturmflutfesten Schutzraum im Obergeschoss.

Quelle: Wikipedia

Und hier zwei Videotipps zu den Halligen: youtube1   youtube2

 

Die Halligen in der Kartenansicht:


Größere Kartenansicht

Und hier die Satellitenansicht einer einzigen Hallig:


Größere Kartenansicht

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Buchtipps zu der Hallig / den Halligen

 


Durch Watt und Priel

Jürgen Pachtenfels. Husum 2001, Taschenbuch, 231 Seiten, € 15,95

 


Inseln und Halligen. Eine Bildreise

Georg Quedens. Ellert & Richter 2006, Gebundene Ausgabe, 95 Seiten, € 14,95

 


Nationalpark Wattenmeer 2010

Martin Stock (Fotograf). Eiland Verlag, Westerland 2009, Kalender, € 23,80

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